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PlanogramaWMS
WMS29. Juli 20225 Min. Lesezeit

Wie ein WMS dazu beiträgt, die Resilienz Ihrer Lieferkette aufzubauen

Es ist kein Geheimnis, dass verschiedenste Ereignisse die globale Lieferkette beeinträchtigen und destabilisieren können, doch die Coronavirus-Pandemie hat einige gravierende Schwachstellen offengelegt. Eines der größten Probleme war die Schließung von Fabriken in wichtigen Produktionsregionen wie China, was Hersteller dazu zwang, alternative Wege für die Beschaffung von Rohstoffen zu finden. Dies war auch der entscheidende Moment, in dem Lager erkannten, dass sie eine resiliente Lieferkette benötigen – unter Resilienz verstehen wir die Fähigkeit eines Systems, sich an unerwartete Risiken und Veränderungen aller Art (wie COVID-19 und den Russland-Ukraine-Krieg) anzupassen.

Die Bedeutung einer resilienten Lieferkette in dieser Zeit

Die Coronavirus-Pandemie ist nicht das einzige Ereignis, das globale Lieferketten gestört hat. Geopolitische Ereignisse, Umweltkatastrophen, Probleme im Bereich der öffentlichen Gesundheit und das Risiko einer möglichen Rezession bedrohen nach wie vor das reibungslose Funktionieren von Lieferketten. Die Steigerung der Resilienz hat daher zum jetzigen Zeitpunkt höchste Priorität.

Unternehmen, die die Bedeutung von Resilienz verstanden haben, haben von jeder unvorhergesehenen Situation oder Krise profitiert, denn eine resiliente Lieferkette hilft dabei, schneller auf Kundenbedürfnisse zu reagieren, wenn sich die Nachfrage im Markt verändert. Eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Resilienz spielen WMS-Systeme, die dazu beitragen, Transport- und Lagerkosten zu senken, Risiken zu minimieren und die Effizienz zu erhöhen. Darüber hinaus ermöglichen resiliente Lieferketten dank optimierter interner Abläufe eine schnellere Kapazitätserweiterung (um bis zu 25 %).

Um die Bedeutung einer resilienten Lieferkette zu verstehen, genügt ein Blick auf die Aktivitäten von Pharmaunternehmen in den frühen Tagen der Coronavirus-Pandemie. Unternehmen, die in der Vergangenheit resiliente Lieferketten priorisiert und implementiert hatten, konnten Rohstoffe deutlich schneller beschaffen sowie die benötigten Produkte in Rekordzeit konzipieren, entwickeln und an Gesundheitszentren verteilen. Es gibt aber auch andere Beispiele für Unternehmen, die dank der Resilienz ihrer Lieferkette bereits vor der Pandemie in katastrophalen Situationen bestehen konnten. So investierte beispielsweise Procter&Gamble in den Aufbau eines resilienten Systems auf Basis digitaler Werkzeuge, das dem Unternehmen half, finanzielle Verluste durch die Schäden des Hurrikans Irma zu vermeiden. Ein weiteres aussagekräftiges Beispiel ist Nissan, das nach dem Erdbeben 2011 in Japan seinen Marktanteil in kurzer Zeit zurückgewinnen konnte und gerade deshalb Alternativen fand, weil es auf ein solches unvorhergesehenes Ereignis vorbereitet war.

Wie können Sie die Resilienz Ihrer Lieferkette messen?

Das Erste, was Sie tun sollten, um herauszufinden, wie Ihre Lieferkette mit einer unvorhergesehenen Störung zurechtkommen würde, ist ein Audit. Identifizieren Sie die Schwachstellen in Ihrer Lieferkette, führen Sie eine Lieferantenanalyse durch und überlegen Sie, welche Auswirkungen es auf Ihr Geschäft hätte, wenn einer Ihrer Lieferanten Sie aus verschiedenen Gründen nicht beliefern könnte. Der Schlüssel zum Erfolg einer resilienten Lieferkette liegt darin, Alternativen zu haben – wie wir im Fall von Nissan gesehen haben, wandte sich das Unternehmen an andere Lieferanten, als der bisherige nicht mehr liefern konnte. Wenn Sie im Voraus wissen, dass ein Lieferproblem auftreten könnte, können Sie Alternativen vorbereiten, und keine unvorhergesehene Situation würde Sie überraschen.

Eine weitere Möglichkeit, die Resilienz Ihrer Lieferkette zu analysieren, besteht in ihrer kontinuierlichen Überwachung. Beobachten Sie, wie Ihre Lieferanten auf Ihre Anfragen reagieren, wie sich das Verbraucherverhalten verändert (Anzahl der Bestellungen, Häufigkeit, Volumen usw.), wie sich der Markt entwickelt und so weiter. Auf diese Weise können Sie bestimmte unangenehme Situationen prognostizieren und gute Entscheidungen treffen, die Engpässe in der Lieferkette verhindern. All diese Überwachung lässt sich mit einem WMS erheblich einfacher und sogar in Echtzeit durchführen.

Der Grad der Digitalisierung und Flexibilität ist eine weitere Möglichkeit, die Resilienz der Lieferkette zu messen. Je mehr Sie mit digitalen Werkzeugen arbeiten, desto besser können Sie operative Arbeitsabläufe optimieren und automatisieren sowie menschliche Fehler ausschließen. Je flexibler ein System ist, desto besser passt es sich an Veränderungen im Markt an. Und vergessen wir nicht die Diversität, die dabei hilft, das Gesamtbild aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Lieferantenvielfalt – es ist sinnvoll, stets Ersatzlieferanten zur Hand zu haben, auf die Sie zurückgreifen können, falls einer Ihrer Hauptlieferanten Ihre Anforderungen nicht in vollem Umfang erfüllen kann. Auch hier lassen sich all diese Aspekte mit einem WMS besser analysieren und verbessern.

Wie kann ein WMS (Planograma) helfen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ein WMS dazu beitragen kann, die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen. Hier sind sie im Einzelnen:

  • Ein WMS hilft Ihnen, den Echtzeit-Status von Beständen und Transaktionen einzusehen – sobald Sie genau wissen, welche Produkte auf Lager sind und wo sie sich befinden, können Sie Anpassungen vornehmen, um auf Marktveränderungen zu reagieren.
  • Ein WMS verschafft Ihnen präzisere Kontrolle über Ihre Lieferkette – warum bestimmte Aufgaben auslagern, wenn Sie ein WMS nutzen können, das Ihnen Schutz vor Schwachstellen, mehr Transparenz und mehr Kontrolle über Ihre Lageraktivitäten bietet?
  • Ein WMS sorgt für die Standardisierung von Prozessen und die Beseitigung von Fehlern – ein einfacher, sauberer Prozess lässt sich deutlich leichter anpassen, wenn plötzliche Veränderungen im Markt auftreten.
  • Ein WMS hilft Ihnen, proaktiv zu handeln – irgendwann werden Sie aus verschiedenen Gründen mit Störungen in der Lieferkette konfrontiert sein, und es ist gut, wenn dieses Ereignis Sie nicht überrascht. Ein WMS hilft Ihnen, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und sich auf eine maßgeschneiderte Reaktion vorzubereiten. So können Sie die Auswirkungen von Störungen in der Lieferkette abmildern und minimieren.

Fazit: Ein Lagerverwaltungssystem wie Planograma verschafft Ihnen eine wesentlich bessere Kontrolle über Ihre Abläufe, liefert Ihnen Echtzeit-Berichte zu Bestellungen, Beständen und Inventar, reduziert menschliche Fehler und erhöht die Flexibilität und damit die Resilienz der Lieferkette. Falls Sie die Einführung eines WMS bisher nicht in Betracht gezogen haben, werden Sie es jetzt mit Sicherheit tun. In letzter Zeit treten weltweit immer mehr Ereignisse auf, die Störungen in der Lieferkette verursachen. Im Moment ist die größte Bedrohung die Rezession, die sich vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und steigender Inflation abzeichnen könnte. Schon jetzt gibt es globale Probleme in der Lieferkette – Störungen oder Verzögerungen, die Ihr Geschäft gefährden können. Doch wenn Sie wissen, wie Sie sich richtig vorbereiten und Ihre resiliente Lieferkette korrekt aufbauen, wird Sie kein solches Ereignis überraschen. Implementieren Sie ein solches WMS in Ihrem Lager, und Sie werden im Handumdrehen Verbesserungen feststellen!

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